• Leah Hasjak

Fit Me Up - Die Intention hinter der Fiktion

Aktualisiert: 1. Juli 2018


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Bittere Erkenntnis.


Im Frühjahr letzten Jahres spürte ich zum ersten Mal die 30. Dieser Abschnitt meines Lebens war noch neu für mich. Bisher war mir mein Alter nicht bewusst gewesen. Doch an diesem Märztag ging es mir so richtig schlecht.

Alles tat weh. Rücken, Nacken, Kopf und dazu kam eine Übelkeit, die ich nicht verstand. Früher, mit 18, 20, 25, hatte ich einfach abgewartet. Nach zwei, höchstens drei Tagen war das Unwohlsein wieder weg gewesen. Doch diesmal wollte es nicht gehen. Nicht nach vier Tagen, nicht nach einer Woche, nicht nach einem Monat. Die Schmerzen blieben und mit ihnen die Erkenntnis, dass ich das nicht mehr aussitzen konnte. Ich war keine 20 mehr.

Dazu kam eine Lust- und #Motivationslosigkeit ohne Gleichen. Alles war anstrengend, nervig, machte mich entweder aggressiv oder unglaublich traurig. 30 zu sein war irgendwie nicht witzig. Zu allem Überfluss kamen Panikattacken und Schlaflosigkeit hinzu und als sich meine letzte gute Jeans verabschiedete, weil ich zu dick für sie geworden war, hatte ich langsam aber sicher die Schnauze voll.


Es reichte.


Ich ertrug das tägliche Mimimimi nicht mehr. Jedes Mal tat etwas weh, Klamotten sahen an mir nicht aus, wie ich sie gerne hätte, ein Sprint zum Bus war eine Qual und Essen machte nur dann Spaß, wenn noch mehr Käse, noch mehr Fett und noch mehr Nachtisch dazu kam. Eines Nachts dachte ich, ich würde sterben.

Am nächsten Morgen stand ich auf, machte mir einen Kaffee und nutzte zum ersten Mal in meinem Leben gezielt YouTube, um etwas zu lernen. Bisher hatte ich mir dort nur Musikvideos oder Trailer angesehen.

Mir öffnete sich eine neue Welt.

Zuerst lernte ich Anne kennen, von BodyKiss. Wahllos machte ich eines ihrer Workouts, ich glaube, es war dieses hier:




Ich dachte mir, ein bisschen Bauch, Beine, Po kann ja nicht schaden. Ich scheiterte kläglich. Blamabel.

Doch schon nach drei Wochen Anne und ihren tollen Tipps zu Sport und Ernährung wurde ich mutiger und streckte meine Fühler weiter aus, über den Atlantik, und stieß auf dieses tolle Video.

Zunächst machte ich die Low-Version und war nach 20 von 45 Minuten am Ende. Selten hatte ich mich so fertig und gleichzeitig am Leben gefühlt wie nach diesen Workouts. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Nach zwei Wochen waren 45 Minuten zwar harte Arbeit und ich schwitzte wie ein Hefekloß im Topf. Doch es war nicht mehr unmöglich. Dazu kamen die Informationen von all den Fitnesstrainern und -Experten, die überall im Netz zu finden waren.

Eiweiß - warum, wieso, weshalb? Fette - gut oder schlecht? Fasten - wann, wie, warum? Ich hatte zehn Jahre lang irgendwie Diät gemacht, immer halbherzig und ausschließlich falsch.


Was änderte sich?


Zwei wichtige Erkenntnisse nahm ich mit:

  1. Ich aß zu wenig, um abzunehmen. Und wenn es doch mal mehr war, dann generell das Falsche.

  2. Ausdauersport bringt nichts (außer für das Herz-Kreislauf-System). Zum Abnehmen kontraproduktiv.


Nun zu dem Teil, der mit Fit Me Up zu tun hat.


Ich war nach vier Monaten so motiviert von den Erfolgen und dem guten Gefühl, das der Sport in mir auslöste, von der Erkenntnis, dass ich all die schweren Übungen bewältigen konnte, dass ich regelrecht süchtig danach wurde. Ich wollte gesünder sein, mehr an meine Grenzen gehen, weiter abnehmen, mehr Muskeln generieren, besser kochen und entspannter leben. Eine neue Welt hatte sich mir offenbart und ich wollte sie auskosten, ausreizen.


Das Problem war folgendes:

Die ersten Erfolge kommen schnell und sind gut sichtbar. Man verliert Fett und gewinnt an Muskeln und Kraft. Doch je weiter man kommt, desto mühsamer, schleppender und anstrengender wird es. Ich wollte aber nicht stagnieren. Ich wollte mehr und suchte Mittel und Wege, um meine Motivation beizubehalten. Und das war der Knackpunkt: die Motivation. Wo habe ich sie gesucht und wo gefunden?


  1. Transformations-Videos. Sie gaben mir einen verlässlichen, aber kurzfristigen Push.

  2. Menschen suchen und animieren, die dasselbe wollten. Sich zusammentun und austauschen.

  3. Sich jeden Tag bewusst machen, dass alles eine Frage von Entscheidungen ist, die einem zum Ziel führen oder wieder weg.

  4. Ich musste mich zwingen, immer wieder neu zu lernen. Mir Informationen und Erkenntnisse über #Fitness aneignen und offen für Neues sein und bleiben. Ich fing mit Low-Carb an und ging dann zu Intermittierendem Fasten und Keto über, bis ich beschloss, nicht mehr in Extremen zu leben.

  5. Dass ich es schaffte, meine Gewohnheiten erfolgreich dauerhaft umzustellen, war entscheidend für den Erfolg im Alltag. Mehr Laufen, mehr Bewegung, mehr Sport, mehr Gemüse und Fleisch.

  6. Und ich griff nach jeder Motivation von außen (Blogs, #Bücher, Filme etc.).


Und jetzt kommt Fit Me Up ins Spiel.


Irgendwann reichte mir YouTube nicht mehr. Doch die anderweitige Suche nach entsprechenden Erfolgsgeschichten über das Abnehmen verlief enttäuschend.

Die meisten #Romane über #Sport handelten nicht wirklich von Sport, sondern vielmehr von Frauen, die sich in Sportler verlieben und es wild mit ihnen treiben. Wirklich wild. Egal, lassen wird das.

Es enttäuschte mich, dass man Sport nur als Kulisse für den immer gleichen Einheitsbrei nutzte. Aus diesem Grund beschloss ich, einen Roman zu schreiben, der motiviert, der Informationen schwerelos vermittelt und dazu auch noch Spaß macht.


Da ich ein großer Fan von Mash-Ups bin, die verschiedene Genres und Ideen vermischen, beschloss ich, es nicht bei einem #Motivationsroman zu belassen, sondern dieses Vorhaben mit zwei meiner Lieblingserzählungen zu kombinieren: #MyFairLady und #StolzUndVorurteil.


So entstand Fit Me Up: Mein Motivationsroman.


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